Das Wort von den noch groesseren Werken

Kann ein durch subtile protestantische Nannydienste verbildetes Volk von Bachelors, Hartz4-Empfängern, Maschinenbedienern, Rentenempfängern sowie staatlich gepamperten Amtspersonen und Maulkorbträgern überhaupt zum Aufbruch zur Suche nach der Wahrheit [1] bewegt werden?

Ein diskreter Hinweis dazu ereilte uns aus dem deutsch-arabischen Sprachraum in Preussen schon am 23. April 2016 von höchst unerwarteter Seite [2], wofür ich überaus dankbar bin. So können wir Katholiken heute am 23. April 2020 sagen, dass die Hilfe manchmal von dorther vermittelt wird, wogegen man pawlowschen Widerspruch pflegt, wobei das Verb vermitteln in dem Sinne zu verstehen ist, dass der Vermittler selbst weder die Lösung ist, noch dieselbe bietet, sondern dass er lediglich als Wegweiser dient.

Genau an diesem Punkt wurde in der Vergangenheit meist der entscheidende Fehler gemacht beim gutmenschelnden Bestimmen des Souverän, denn es geht nicht ums Bestimmen per se, sondern ES GEHT DARUM, WAS GOTT SPRICHT, und solches Sprechen tut Er durchaus undemokratisch ausschliesslich nach Auseinandersetzung und einvernehmlich mit Kephas – aber eben sehr diskret und durch solche Künder, für die man für gewöhnlich kein Ohr zu haben pflegt, was aber nur ein Hinweis auf das eigene ideologische Brett ist.

Vergleichen sie hierzu die uralten Überlieferungen über Moses‘ Weissagungen über das Volk Gottes oder die Geschichte über das Auffinden von König David. Beziehen sie die Art und Weise mit ein, wie die Nachfolge der Könige Israels bestimmt wurde oder wie König Saul trotz seines Minderwertigkeitskomplexes eingesetzt wurde. Beachten sie die spätere Unterscheidung von Amt und Person Sauls durch seinen Nachfolger David, der seine Gerechtigkeit in der Diskretio, d.h. in der Unterscheidungsfähigkeit in der Dunkelheit der Höhle seines Feindes bewies. Studieren Sie die Apostelgeschichte im Hinblick auf die Ordnung der katholischen Tradition und Sie werden finden, dass „Diskretion“ das feine Unterscheidungsmerkmal ist durch alle Zeiten hindurch für den Dienst der katholischen Oberen, ihrer Multiplikatoren und ihres Souverän. Sie alle sollen proportional zu ihrer Macht Demut besitzen – eine sehr spezielle Form von Mut.

Hierzu findet sich in der Gretchenfrage Gottes an die Adresse Salomons und v.a. in der Antwort ein wichtiger Hinweis: die menschliche Schwäche hindert Gott nicht daran, Salomon als Souverän von Gottes Gnaden einzusetzen, aber in der Folge hinderte dessen vermeintliche „Grösse“ IHN auch nicht daran, ihn zu verwerfen.

Das Verwerfen des Monarchen von Gottes Gnaden geschieht immer aus demselben Grund und zwar wegen des Verstosses gegen das 1. Gebot. Dass der Hofstaat solcher Götzendiener sich unbedingt über alle Zeiten hinweg an den bequemen Fleischtöpfen halten will, und sich von daher Lug und Betrug vom Fischkopf bis zur Schwanzflosse ausbreiten müssen, ist die Strafe in ihrer Eigenschaft als erzieherische Massnahme für ein Volk, dessen Ohren Gott taub gemacht hat – es geschieht also aus pädagogischen Gründen im Hinblick auf Heilung, mithin Heiligung.

Was ich am heutigen Tag mit alledem sagen will: Hofnarren von Gottes Gnaden benutzen ihren Zeigefinger i.d.R. nicht dazu, in offenen Wunden herumzupuhlen, sondern um aus sicherer Entfernung sozusagen aus externer Quasihirtenhundposition auf die Lösung, mithin gewisse Jungadeler zu verweisen, die sich nach offensichtlichem Erhalt der echten Vision – entgegen ihrem Drang zum freien Flug in den frischen Lüften ihrer von Ewigkeit her vorgesehenen Bestimmung – in stinkende Walfischbäuche oder in einen vermeintlich sicheren aber miefigen Kaninchenbau flüchten, um sich zu Tode zu studieren vor lauter jonasscher Verzweiflung.

Die Antwort auf die Eingangsfrage lautet also:

JA, …

… und zwar durch die Liebe des Höchsten, die vermittels Seines Monarchen von Gottes Gnaden bereit ist, guillotiniert zu werden für sein Volk nach den Vorbildern der Geschichte [3] und nach dem Vorbild [4] und Wort unseres Herrn Jesus Christus, der davon sprach, dass „DURCH IHN UND MIT IHM UND IN IHM“ noch grössere Werke zu vollbringen sind [5]!

Der Reichshofnarr v. Gottes Gnaden

[1] Joh 14,6

[2] Artikel „Shakespeares Werk spricht zu uns – Warum sich junge Muslime für Shakespeare begeistern können“ von Hasbullah Shafii, zuerst veröffentlicht in „Islamische Zeitung“ am 23.04.2016

[3] vgl. Artikel „Ludwig XVI. (1754-1793)“ > https://franzoesische-revolution.net/ludwig-xvi/ | Backup .PDF Ludwig-XVI_1754-1793_www.franzoesische-revolution.net.pdf | sig.: ycj87lsy | Dokumentation: „Geschichte des dreissigjährigen Krieges“ von Friedrich v. Schiller | Backup .PDF „Friedrich-von-Schiller_Geschichte-des-dreissigjaehrigen-Kriegs.pdf“ | sig.: y947mjkf

[4] Joh 19,30

[5] Joh 14,12


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Dieser Artikel wurde erstmals veröffentlicht am 23. April 2020 auf www.INTRINSIS.de unter https://intrinsis.de/2020/04/23/das-wort-von-den-noch-groesseren-werken/

PH – 2020-04-23 – 2020-05-13 – 2020-05-14

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